LV 1871 BU Update (2026)

LV 1871 BU Update [2026]

LV 1871 BU Update (2026)

Es hat fast schon Tradition, dass BU‑Versicherer zum Jahreswechsel ihre Produkte verbessern.

Den Auftakt macht diesmal die LV 1871 mit einem umfassenden BU Update, welches vor allem für junge Berufseinsteiger und Kammerberufe starke Verbesserungen vorsieht.

Aber auch 2026 gilt: Wir möchten die BU-Updates der Versicherer nicht nur wiedergeben, sondern genaustens prüfen und kritisch hinterfragen – speziell für euch, damit ihr den Überblick behaltet.

🆕 Was ist neu

👉 Die bereits echt gute Nachversicherungs- und Karrieregarantie der LV 1871 wurde noch einmal verbessert.

👉 Vereinfachte Risikoprüfung (junge Leute bis 35) wurde verbessert. Höhere Absicherungssummen + erhöhte Beitragsdynamik möglich.

👉 Absicherungsgrenzen für z. B. für Studenten, Azubis, Beamte wurden erhöht

👉 Beiträge für Kammerberufe und einige Studiengänge wurden gesenkt

👉 Zeitgemäße Regelung zur Anrechnung von Versorgungswerken

Die LV 1871 selbst spricht davon, dass sich das BU Update vor allem auf folgende Zielgruppen positiv auswirkt:

  • Kammerberufe: Ärzte, Architekten, Rechtsanwälte & Steuerberater
  • Azubis, Schüler & Studenten

📝 Neuerungen im Detail LV 1871 BU Update (2026)

Ob und wie die Neuerungen des LV 1871 BU Updates Euch in der Praxis weiterhelfen, wollen wir nun genaustens prüfen.

👉 Einen ausführlichen BU-Test der LV 1871 findest Du übrigens hier.

Noch bessere Nachversicherungs- und Karrieregarantie

Im Laufe des Lebens wächst der BU Absicherungsbedarf fast immer mit. Aus ursprünglich 2.000 EUR BU-Rente werden bei uns in der Praxis regelmäßig über 3.500 EUR (z.B. bei Berufseinstieg oder Familiengründung). Wir sehen also genau das: Was im Studium oder zum Berufseinstieg noch ausreichend war, passt wenige Jahre später oft nicht mehr. Gute Regelungen zur Nachversicherungs- und Karrieregarantie sind hier das A und O.

Fangen wir mit dem Positiven an – die Karrieregarantie: Durch die Verdopplung der Nachversicherungssumme sind bei der LV 1871 in der Spitze bis zu 8.000 Euro BU-Rente bei einem einzelnen Versicherer möglich – ein Höhe, die in dieser Form am Markt einzigartig ist.

Die LV 1871 behauptet aber auch, dass die neuen Regelungen (NVG und Karrieregarantie) einfacher und übersichtlicher formuliert sind. Im Vergleich zu den alten Bedingungen stimmt das – im Marktvergleich gibt es allerdings Anbieter, die mit einheitlichen, pauschalen Nachversicherungslimits arbeiten und damit auf den ersten Blick einfacher wirken:

Baloise: 4.000 EUR Nachversicherungsgarantie, dafür aber „nur“ 6.000 EUR über Karrieregarantie

BarmeniaGothaer: 4.000 EUR Nachversicherungsgarantie, dafür aber „nur“ 6.000 EUR über Karrieregarantie

Die LV 1871 geht hier bewusst einen differenzierteren Weg und staffelt die Grenzen je nach Berufsgruppe.

Hintergrund: Je höher die BU-Rente im Verhältnis zum aktuellen Einkommen, desto größer wird theoretisch der Anreiz, nicht mehr zu arbeiten (moralisches Risiko). Die LV 1871 steuert dieses Risiko vorsichtiger als manche Wettbewerber und verzichtet auf sehr hohe, pauschale Nachversicherungsgrenzen. Für Kunden ist das weniger bequem, aber versicherungsmathematisch sauber. Zeitgemäß und leistungsstark sind die Regelungen trotzdem – auch wenn wir, auf hohem Niveau, über Einfachheit und Verständlichkeit meckern.

Verbesserung der vereinfachten Risikoprüfung

Bei Anträgen mit vereinfachter Gesundheitsprüfung ist für Berufstätige nun eine Beitragsdynamik von bis zu 5 % möglich. Bisher waren hier maximal 3 % vorgesehen. Auf den ersten Blick klingt das nach einem deutlichen Schritt nach vorn – und im Vergleich zu den alten Regelungen der BU Aktion LV1871 bis 35 Jahre ist es das auch.

Aber: Überschreitet die Absicherung die sogenannte Angemessenheitsgrenze von 50 % des Bruttoeinkommens, wird die Dynamik wieder auf 3 % begrenzt. Bei 60.000 € Bruttojahreseinkommen wären also maximal 30.000 € BU-Jahresrente mit 5 % Dynamik möglich. Das wirkt auf den ersten Blick deswegen widersprüchlich, da die LV 1871 die maximale BU-Rente ansonsten bis 60 % (bis 70.000 € Bruttogehalt) zulässt.

Andere Versicherer erlauben hier längst pauschal 5 % ohne diese Einschränkung. Gleichzeitig sollte man den Stellenwert der Beitragsdynamik realistisch einordnen: Sie dient in erster Linie dazu, eine von Beginn an passend ermittelte BU-Rente an die Inflation anzupassen – und dafür sind auch 3 % bereits ein solider Wert. Trotzdem gilt in der Beratung oft: Lieber (5 % Dynamik) haben als brauchen. Aber dennoch ist es gut, dass die LV 1871 hier zumindest ein Stück nachgezogen hat.

Höhere Absicherung von Anfang an möglich

Bei einigen Berufsgruppen wurden die pauschalen Höchstabsicherungssummen erhöht.
Dadurch wurden auch die maximal mögliche BU-Rente bei vereinfachter Gesundheitsprüfung deutlich angehoben. Statt bisher meist 1.500 € (in einzelnen Fällen 2.000 €) sind nun 2.000 € möglich, für einige Ingenieure, MINT-Berufe und die meisten Kammerberufe sogar bis zu 2.500 €.

LV 1871 BU Update (2026)

500 € mehr BU-Rente mögen nicht spektakulär klingen – im Ernstfall machen sie jedoch einen spürbaren Unterschied. Besonders dann, wenn die LV 1871 der einzige Versicherer ist, der aufgrund der Gesundheit überhaupt noch in Frage kommt, oder wenn sie im Rahmen einer Zwei-Vertrags-Lösung als zweiter Baustein genutzt wird. In diesen Konstellationen sind 2.000-2.500 € bereits ein sehr solider Wert. Für diese Anhebung gibt es ein klares Lob: Sie ist praxisnah, zeitgemäß und für viele unserer typischen Zielgruppen ein echter Fortschritt.

Günstigere Beiträge

Günstige Beiträge klingen immer gut – solange sie solide kalkuliert sind. Die LV 1871 gehört eher zur vorsichtigen Fraktion und setzt nicht auf aggressive Preispolitik, sondern auf nachhaltige Tarifkalkulation. Vor diesem Hintergrund sind die Beitragssenkungen im BU-Update 2026 besonders interessant.

Für viele Kammerberufe, Ärzte, MINT-Studenten und Studierende dieser Fachrichtungen wurden die Prämien um rund 5 % gesenkt, in einzelnen Arzt- und Architektengruppen sogar um etwa 10 %. Der Fokus des BU Updates wird somit noch einmal deutlich: Gerade in diesen Zielgruppen möchte die LV 1871 ihre Position weiter ausbauen.

Verbesserte Regelung zur Anrechnung von Versorgungswerken

Eine außerdem sehr wichtige Verbesserung betrifft die Anrechnung von BU-Leistungen aus berufsständischen Versorgungswerken. Bisher wurden diese bereits ab einer gesamten BU-Jahresrente von über 36.000 € zu 50 % auf die Angemessenheitsprüfung angerechnet. Das begrenzte die privat versicherbare BU-Rente – obwohl die Leistungen aus Versorgungswerken (fast immer) schwächer sind als die einer privaten BU.

Die Anrechnung des Versorgungswerks erfolgt erst bei BU-Renten über 60.000 Euro Jahresrente.

Auszug aus Golden BU Neuerungen Januar 2026

Mit dem 2026er LV 1871 BU Update erfolgt diese Anrechnung erst bei BU-Renten über 60.000 € jährlich. Für Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater und andere Kammerberufe bedeutet das: Ihr könnt deutlich höhere private BU-Renten absichern, ohne frühzeitig durch die Anrechnung ausgebremst zu werden.

Im Marktvergleich gibt es inzwischen Anbieter, die sogar komplett auf die Anrechnung von Versorgungswerken verzichten (z.B. die Baloise oder BarmeniaGothaer). Macht sie das automatisch besser? Nein – aber es sind Unterschiede, die man kennen und einordnen sollte. Die Erhöhung auf 60.000 € ist eine klare Verbesserung im Vergleich zu vielen anderen Anbietern (die immer noch weit unter 60.000 EUR liegen).

📒 LV 1871 BU Bedingungen

Die akutellen Versicherungsbedingungen der LV 1871 Berufsunfähigkeitsversicherung, kannst Du hier herunterladen:

👉 Download LV 1871 BU Bedinungen

✅ Warum BU gerade für junge Menschen & Kammerberufe so entscheidend ist

Vor allem für junge Leute und Menschen die höchstwahrscheinlich einem Kammerberuf (Arzt/Ärztin, Rechtsanwalt/-anwältin etc.) nachgehen, ist der perfekte Zeitpunkt für eine BU oft früher, als man denkt.

✅ Weniger Vorerkrankungen = Versicherbar
✅ Junges Alter = günstigere Beiträge
✅ Ausbildung / Studium = gute Berufsgruppe; d.h. ebenfalls günstigere Beiträge

In jungen Jahren ist man meistens noch gesund und in der Ausbildung (bzw. Studium) – genau dann lassen sich umfassende Bedingungen und günstige Beiträge sichern. Wer jedoch wartet, riskiert, dass Vorerkrankungen den BU Abschluss erschweren oder nur noch mit Einschränkungen möglich machen. Leider erleben wir dies öfter

Was wir außerdem erleben, ist folgendes:

Kammerberufe verlassen sich oft auf ihre berufsständischen Versorgungswerke. Diese bieten zwar eine Grundabsicherung, ersetzen aber in der Regel nicht das gewohnte Einkommen und greifen oft erst bei sehr strengen Voraussetzungen (100 % BU Grad). Eine private BU hingegen leistet schon ab 50 % BU-Grad und ist somit der zentrale Baustein, um den eigenen Lebensstandard im Fall einer Berufsunfähigkeit optimal abzusichern.

🎯 Fazit LV 1871 BU Update (2026)

Das 2026er BU Update der LV 1871 ist insgesamt sehr gelungen. Höhere Absicherungssummen, spürbare Beitragsvorteile für ausgewählte Berufsgruppen und mehr Spielraum für Kammerberufe sind zeitgemäße und Verbesserungen, die in der Praxis weiterhelfen werden.

Nachversicherungsgarantie und Beitragsdynamik sind solide gelöst, auch wenn es im Markt teils noch großzügigere Regelungen gibt. Die LV 1871 bleibt dabei ihrer vorsichtigen, nachhaltigen Kalkulation treu – nicht jede kundenfreundlich klingende Regelung ist langfristig auch für das Kollektiv gesund.

Im Endeffekt positioniert sich die LV 1871 weiterhin als sehr starker BU-Versicherer und hat ihren Tarif 2026 insbesondere für junge Menschen und Kammerberufe spürbar verbessert.

LV 1871 BU Update (2026)
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