Berufsunfähigkeit Rentenhöhe und Endalter

Wenn Du eine Versicherung für den Falle der Berufsunfähigkeit abschließt, musst Du Dich für eine Rentenhöhe und ein Endalter entscheiden.

Berufsunfähigkeit Rentenhöhe Endalter

Übliche Empfehlungen

Was auf den ersten Blick ganz einfach klingen mag, sollte gut überlegt sein. Zur Empfehlung der “richtigen” Rentenhöhe fallen mir zwei Klassiker ein.

  1. Pauschal 70 – 80 % vom Nettoeinkommen
  2. erstmal 1.000 EUR für den Anfang, weniger ist sinnlos

Schauen wir uns die beiden Ratschläge mal genauer an.

Pauschal 70 – 80 % vom Nettoeinkommen

Bei der Höhe der Absicherung gibt es eine Grenze, da Du Dich nicht überversichern darfst. Diese variiert je nach Einkommen und auch Versicherer, aber mit 70 – 80 % vom Nettoeinkommen dürftest Du dem ganzen schon recht nahe kommen.

Orientierst Du Dich bei der Höhe der BU-Rente an Deinem aktuellen Einkommen, so machst Du sicher nichts falsch. Damit bist Du auf alle Fälle gut versichert.

Bei der pauschalen Berechnung wird aber auch der höchste Beitrag für die BU-Versicherung fällig. Oftmals ist dieser so hoch, dass sich der Interessent komplett gegen eine BU-Versicherung entscheidet, weil “zu teuer”.

Erstmal 1.000 EUR für den Anfang, weniger ist sinnlos

Zuerst einmal: Ja, meistens ist es sinnlos weniger als 1.000 EUR zu versichern, weil sonst die Grundsicherung verrechnet wird. Bist Du allerdings verheiratet oder in einer Lebensgemeinschaft, wird bei der Prüfung der Grundsicherung auch das Einkommen deines Partners mit herangezogen. Auch Vermögen das Du hast, kann dazu führen, dass Du keine Grundsicherung erhältst. Daher ist die Absicherung von weniger als 1.000 EUR nicht generell sinnlos. Dennoch würde auch ich immer dazu raten, mindestens 1.000 EUR abzusichern. Dies ist auch immer möglich ohne Prüfung der finanziellen Angemessenheit.

Aber reichen die 1.000 EUR? Für Schüler uns Auszubildende ist das für die Berufsunfähigkeit meist die maximale Rentenhöhe. Und da Du eine Berufsunfähigkeitsversicherung so früh wie möglich abschließen solltest, passt das hier auch.

Studenten können schon ein bisschen mehr absichern.

Spätestens wenn Du angefangen hast zu arbeiten und sich Deine Lebenssituation vielleicht auch ein klein wenig verändert hat seit der Ausbildung oder dem Studium, solltest Du Deine Absicherung auf jeden Fall erhöhen.

Im Falle einer Berufsunfähigkeit musst Du nicht nur Deine Miete, Lebensunterhalt und Hobbys von der Rente bezahlen, sondern zusätzlich auch Deine Krankenkasse / Krankenversicherung. Und je nach Rentenhöhe und weiterer Einkünfte auch noch Steuern.

Da werden 1.000 EUR in aller Regel ziemlich knapp. Gerade zum Berufseinstieg, wenn Du noch nicht so viel Geld hast, ist es aber dennoch sinnvoll die 1.000 EUR auf jeden Fall erstmal abzusichern. Denn mit der Nachversicherungsgarantien der meisten Tarife hast Du die Möglichkeit, bei bestimmten Ereignissen Deinen Schutz ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Selbst wenn Du zwischendurch krank warst. Allerdings gibt es auch für die möglichen Erhöhungen Grenzen.

Alternative

Sinnvolle Alternative: Ausgabenprinzip

Aber wie kann eine sinnvolle Alternative aussehen? Ganz einfach: Orientier Dich an Deinen tatsächlichen Kosten und Ausgaben! Wenn Du Dein Gehalt nicht jeden Monat bis zum letzten Euro ausreizt, wirst Du das vermutlich auch nicht im Falle einer Berufsunfähigkeit tun, auch wenn Du dann wesentlich mehr Zeit hast ;-).

Allerdings fallen dann auch die Beiträge von Dir und Deinem Arbeitgeber in die gesetzliche Rentenversicherung weg, was bedeutet, dass Du privat noch mehr vorsorgen musst. Außerdem kommen noch Krankenversicherung und evtl. Steuern hinzu.

Mit dieser Tabelle kannst Du Deine Ausgaben ermitteln und bis wann diese anfallen.

Eventuell kommst Du aufgrund Deiner aktuellen Ausgaben dennoch auf einen hohen Betrag, den Du monatlich absichern musst. Allerdings wird hier auch erfasst, bis wann die jeweiligen Ausgaben anfallen. Hast Du zum Beispiel ein Kind, so fallen die Ausgaben hierfür nicht für immer an, sondern Du planst für die Versorgung bis das Kind 20, 25 oder vielleicht 30 ist. Genauso wenn Du ein Haus oder eine Wohnung finanziert hast. Die Ausgaben hierfür musst Du nicht bis zur Rente absichern, sondern nur solange diese anfallen.

Was bedeutet das nun? Ganz einfach. Wenn der Schutz nur läuft bist Du 60 bist, kostet dies ca. 40 % weniger, als der gleiche Schutz bis 67.

Planst Du also zum Beispiel, Dein Haus mit 58 abbezahlt zu haben, reicht eine Absicherung der Finanzierungsrate bis zum Endalter 58, denn danach fallen diese Kosten für Dich weg – Du bezahlst nicht nur jetzt weniger Beitrag, sondern bezahlst ihn auch nicht so lange, da auch die Beitragszahlung mit 58 entfällt.

Auf diese Weise erstellen wir zusammen mit Dir eine individuelle Strategie, um für Deine Absicherung bei Berufsunfähigkeit die perfekte Rentenhöhe sowie das perfekte Endalter zu bestimmen. Genau passend für Deinen Bedarf, schonend für Deinen Geldbeutel und helfen Dir auch bei dem Thema “Beitrag Krankenversicherung“. Im Anschluss finden wir die besten Angebote und Versicherer für Dich.

 

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