BU-Glossar

Marco Niedermaier, Inhaber

BU-Glossar

Marco Niedermaier, Inhaber
Abschlusskosten
Abstrakte Verweisung
Angemessenheit
Annahmequote
Annahmerichtlinien
Anpassungsoption
Arbeitsunfähigkeit
Arbeitsunlust
Arztanordnungsklausel
Ärztliches Gutachten
Ärztliches Zeugnis
Ausschlüsse / Ausschlussklausel
Beitrag
Beitragsbefreiung
Beitragsdynamik
Beitragsfreistellung
Beitragsverrechnung
Beitragszahlungsdauer
Berufsklasse
Berufsunfähigkeit
Berufsunfähigkeitsrente
Berufsunfähigkeitszusatzversicherung
Berufswechsel
Bezugsrecht
Bonusrente
Bruttobeitrag
BU
BUZ
Dienstunfähigkeit
Dynamik
Einmalzahlung
Eintrittsalter
Endalter
Erhöhungsoption
Erstprüfung
Erwerbsminderungsrente
Erwerbsunfähig
EU-Klausel
Finanzielle Situation
Geltungsbereich
Gesundheitsfragen
Gesundheitsprüfung
Hausarztbericht
HIS - Hinweis- und Informationssystem
Infektionsklausel
Karenzzeit
Krankengeld
Kündigung
Leistungsantrag
Leistungsdauer
Leistungsdynamik
Leistugnsquote
Meldefrist
Mitwirkungspflicht
Nachprüfung
Nachversicherungsgarantie
Nettobeitrag
Obliegenheiten
Police
Probeantrag
Prognosezeitraum
Prozessquote
Abschlusskosten

In deinen monatlichen Beiträgen für die Versicherung sind die „Abschlusskosten“ bereits einkalkuliert. Weder für die Beratung, noch für die Beantragung fallen gesondert Kosten an. Von den Abschlusskosten bezahlt der Versicherer auch die Provision bzw. Courtage an den Vermittler.

Selbst wenn du dich nach eingehender Beratung gegen eine Absicherung entscheidest, fallen keine zusätzlichen Kosten für dich an.

Abstrakte Verweisung

Stell dir vor, du arbeitest in einem großen Unternehmen. Für deinen Beruf hast du dich durch eine Ausbildung oder ein Studium qualifiziert. Aufgrund einer Erkrankung kannst du deinen bisherigen Beruf zwar nicht mehr ausüben, jedoch könntest du in dem Unternehmen (oder einem anderen) noch am Empfang arbeiten und die Besucher begrüßen. Dies hätte nichts mehr mit deiner ursprünglichen Tätigkeit zu tun und wird abstrakte Verweisung genannt.

 

In modernen Bedingungen zur Berufsunfähigkeitsversicherung wird auf die abstrakte Verweisung verzichtet. Das bedeutet, dass immer nur geprüft wird, ob du deinen zuletzt ausgeübten Beruf noch ausführen kannst. Kannst du das nicht, bist du berufsunfähig.

 

Anders sieht es bei der (gesetzlichen) Erwerbsminderungsrente aus. Hier ist eine Verweisung auf einen anderen Beruf durchaus möglich.

Angemessenheit

Angemessenheit bedeutet, dass jemand, der monatlich z.B. nur 1.500 EUR verdient nicht 3.000 EUR absichern soll. In der Regel besteht Angemessenheit bei einer Absicherung bis zu 70 % vom Bruttoeinkommen und wird bei Antragstellung geprüft. Wichtig ist, dass hier alle bereits bestehenden Versorgungen angegeben werden müssen.

 

Ein guter BU-Versicherer verzichtet auf eine weitere Angemessenheitsprüfung im Leistungsfall. Dies könnte sich sonst auswirken, wenn während der Vertragslaufzeit das Einkommen sinkt.

 

Für bestimmte Gruppen, beispielsweise Schüler und Studenten gelten andere Grenzen. Hiermit soll auch schon vor dem Eintritt ins Berufsleben eine vernünftige Absicherung ermöglicht werden. Üblich sind hier 1.000 – 1.500 EUR monatliche Rente.

Annahmequote

Die Annahmequote sagt aus, wie viele der eingereichten Anträge zum Abschluss einer Versicherung angenommen wurden.

Je geringer die Quote, desto strenger ist der Versicherer bei der Prüfung der Gesundheitsfragen. Wenn du gesund bist, muss das nicht schlecht sein. Es bedeutet nur, dass der Versicherer genau hinschaut, wer sich absichern möchte.

Annahmerichtlinien

Jeder Versicherer hat seine eigenen Annahmerichtlinien. Da kann zum Beispiel drin stehen, welche Berufe versicherbar oder auch nicht versicherbar sind, bis zu welcher Höhe du dich versichern kannst, oder bei welchen Vorerkrankungen es zu einer Ablehnung oder einem Erschwernisangebot kommt.

Anpassungsoption

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schließt du in der Regel für viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte ab. Wer weiß, wie sich dein Leben in dieser Zeit verändert? Genau hierfür gibt es verschiedene Anpassungsoptionen.

 

Die meisten Versicherer bieten Möglichkeiten, die Rentenhöhe nachträgliche bei bestimmten Ereignissen (z.B. Erwerb eines Eigenheims, Heirat oder Geburt eines Kindes) ohne erneute Gesundheitsfragen zu erhöhen.

 

Aber auch der nachträgliche Wechsel in eine günstigere Berufsklasse bei einer Änderung der Berufstätigkeit kann eine Anpassungsoption sein.

Arbeitsunfähigkeit

Als arbeitsunfähig giltst du, wenn du infolge körperlicher oder geistiger Erkrankung vorübergehendaußerstande bist, deinen Beruf auszuüben. Eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung entbindet dich von deiner Arbeitspflicht.

Arbeitsunlust

Arbeitsunlust ist leider weder in Krankentagegeld- noch Berufsunfähigkeitsversicherungen abgesichert. Sonst hätte wohl noch deutlich mehr Menschen entsprechende Verträge 😉

Arztanordnungsklausel

Enthält deine Berufsunfähigkeitsversicherung eine Arztanordnungsklausel, so kann dir dein Versicherer vorschreiben, bestimmte Behandlungen durchführen zu lassen. Kommst du dem nicht nach, kann der Versicherer die Leistung versagen.

 

Bei Verträgen ohne diese Klausel, kannst du ohne Einfluss auf die Leistung selbst entscheiden, welche Behandlungsmaßnahmen du annimmst und welche nicht.

Ärztliches Gutachten

Um Leistungen aus deiner Berufsunfähigkeitsversicherung zu beantragen, musst du einen ärztlichen Befund einreichen sowie darlegen, weshalb du deinen Beruf infolge der Krankheit nicht mehr ausüben kannst. Nun hat der Leistungssachbearbeiter die Möglichkeit, von einem weiteren unabhängigen Arzt ein ärztliches Gutachten über deinen Gesundheitszustand anzufordern. Dies passiert in der Regel nur, wenn Zweifel bestehen.

Ärztliches Zeugnis

Abhängig von der gewünschten Rentenhöhe in der Berufsunfähigkeitsversicherung, verlangen die Versicherer ein ärztliches Zeugnis. Anders als bei den normalen Gesundheitsfragen oder dem Hausarztbericht, musst du hier nochmal bei (d)einem Arzt vorstellig werden, damit er deinen aktuellen Zustand erfassen und bestätigen kann. Die für die Ausstellung des Zeugnisses entstandenen Kosten trägt in der Regel die Versicherungsgesellschaft.

Ausschlüsse / Ausschlussklausel

Je nach Beruf verlangen die Versicherer bei bestimmten Vorerkrankungen eine Ausschlussklausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Wirst du demnach infolge einer ausgeschlossenen Erkrankung berufsunfähig, bekommst du keine Rente. Häufig hilft es, die Erkrankung sowie die genaue Tätigkeit genau darzulegen um damit zu erreichen, dass auf den Ausschluss verzichtet wird.

Beitrag

Der Beitrag in der Berufsunfähigkeitsversicherung wird aufgrund der Höhe meist monatlich bezahlt. Oftmals lohnt es sich jedoch, auf jährliche Zahlweise umzustellen. Im Beitrag sind Abschluss- und Verwaltungskosten bereits enthalten.

Unterschieden wird noch zwischen dem Bruttobeitrag und dem Nettobeitrag in der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Beitragsbefreiung

Zu einer Beitragsbefreiung in der Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es häufig im Leistungsfall oder sogar schon davor, wenn Du länger krankgeschrieben bist und die Leistungsprüfung begonnen hat.

Das bedeutet, dass Du in dieser Zeit keine Beiträge bezahlen musst.

Beitragsdynamik

Die Beitragsdynamik in der Berufsunfähigkeit bedeutet, dass sowohl Dein Beitrag aber auch die Leistung jährlich oder in einem anderen vereinbarten Turnus um einen gewissen Prozentsatz steigen. Damit soll der Versicherungsschutz zusammen mit Deinem Gehalt wachsen und auch die Inflation abfangen, da ein solcher Vertrag oft über Jahrzehnte läuft.

 

Grundsätzlich kannst Du einer Dynamik immer widersprechen. Dabei ist je nach Versicherer zu prüfen, wie oft hintereinander widersprochen werden kann, bis die Dynamik ganz gestrichen wird.

 

Die dynamische Anpassung erfolgt übrigens ohne erneute Gesundheitsprüfung, somit steigt Deine Leistung selbst dann noch, wenn Du zwischenzeitlich Erkrankungen bekommen hast.

 

Solltest Du bereits eine Rente aus der Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten, greift die Beitragsdynamik nicht, dafür aber evtl. die Leistungsdynamik.

Beitragsfreistellung

Je nachdem wie lange Du Deine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits hast, gibt es die Möglichkeit der dauerhaften Beitragsfreistellung. Dabei bekommst Du eine beitragsfreie BU-Rente, die jedoch deutlich reduziert wird. Die Umstellung auf dauerhafte Beitragsfreistellung sollte sorgfältig überlegt werden, da eine Wiederinkraftsetzung normalerweise nicht ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich ist. Bei kurzfristigen Zahlungsschwierigkeiten sollte mit dem Versicherer zuerst über eine mögliche Stundung gesprochen werden.

Beitragsverrechnung

Auch bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es eine Überschussbeteiligung. Bei Antragstellung kannst Du mit den meisten Versicherern vereinbaren, die Überschüsse zu benutzen um sie von Beginn an mit dem Beitrag zu verrechnen. Dadurch zahlst Du effektiv einen geringeren Beitrag. Ausgewiesen wird Dir hierbei ein Bruttobeitrag und ein Nettobeitrag.

Beitragszahlungsdauer

Die Beitragszahlungsdauer in der Berufsunfähigkeitsversicherung bezeichnet die Anzahl der Jahre oder den Zeitraum, in dem Beiträge von Dir zu bezahlen sind. In Einzelfällen wird auch eine längere Versicherungsdauer vereinbart, dies ist allerdings die Ausnahme.

Berufsklasse

In der Berufsunfähigkeitsversicherung werden alle Berufe in verschiedene Berufsklassen klassifiziert. Dabei hat jeder Versicherer sein eigenes System. Bei den Berufsklassen geht es darum, ein gerechte Beitragsverteilung zu erreichen. Wer nur ein geringes Risiko hat, berufsunfähig zu werden, soll auch nur weniger Beiträge bezahlen und umgekehrt genauso.

Berufsunfähigkeit

Nach den meisten aktuellen Versicherungsbedingungen giltst du als berufsunfähig, wenn du deine zuletzt ausgeführte Tatigkeit zu mehr als 50 % nicht mehr ausüben kannst.

Berufsunfähigkeitsrente

Nach den meisten aktuellen Versicherungsbedingungen giltst du als berufsunfähig, wenn du deine zuletzt ausgeführte Tatigkeit zu mehr als 50 % nicht mehr ausüben kannst.

Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

Die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung ist kein selbständiger Vertrag, sondern eine Kopplung mit einer Lebens- oder Rentenversicherung. Der Vorteil, eine Kombination abzuschließen, besteht darin, dass die Beiträge von der Altersvorsorge sobald Du berufsunfähig bist nicht mehr bezahlt werden müssen. Trotzdem baust Du Dir weiterhin deine Altersvorsorge auf. Allerdings hat die Sache auch einen Nachteil: Der Beitrag ist natürlich viel höher und wenn Du finanziell mal in eine schwierige Lage kommst oder die Altersvorsorge nicht mehr möchtest, kannst Du nur den gesamten Vertrag beitragsfrei stellen oder kündigen.

Berufswechsel

Wechselst Du Deinen Beruf, so ändert sich nicht automatisch Deine Berufsklasse. Wechselst Du zum Beispiel von einem Bürojob in einen handwerklichen, so behältst Du die günstige Berufsklasse. Und das obwohl im Versicherungsfall Deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit, also die handwerkliche, zur Prüfung zu Grunde gelegt wird.

Umgekehrt ist es allerdings leider genauso. Natürlich hast du die Möglichkeit einfach einen neuen Vertrag abzuschließen, allerdings sind die Beiträge dann oft höher, weil Du ein höheres Eintrittsalter hast und zudem musst Du eine neue Gesundheitsprüfung über Dich ergehen lassen.

 

Übrigens bieten manche Versicherer eine Wechseloption bzw. Besserstellungsgarantie. Das solltest Du auf jeden Fall dann in Betracht ziehen, wenn Du vor hast, Dich noch weiterzubilden.

Bezugsrecht

Das Bezugsrecht besagt, wer eine Leistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung erhält. In der Regel ist ein widerrufliches Bezugsrecht vereinbart. Dies kann jederzeit geändert werden. Ein unwiderrufliches Bezugsrecht ist in der Berufsunfähigkeitsversicherung eher selten. Dieses kann nur mit Zustimmung des Bezugsberechtigten geändert werden.

 

Außerdem gibt es getrennte Bezugsrechte im Erlebens- und im Todesfall.

Bonusrente

Die Bonusrente ist eine Art von Überschussverwendung in der Berufsunfähigkeitsrente. Dabei werden die Überschüsse dazu verwendet, um die garantierte Rente um die Bonusrente auf eine unverbindliche Gesamtrente zu erhöhen. Sinkt die Überschussbeteiligung und somit die Gesamtrente, hast Du in der Regel die Möglichkeit den Vertrag anzupassen.

Bruttobeitrag

Mit dem Begriff „Bruttobeitrag“ können in der Berufsunfähigkeitsversicherung drei Dinge gemeint sein:

 

  1. Überschussverwendung (Sofort-)Beitragsverrechnung

Beim Bruttobeitrag handelt es sich um den höheren, ausgewiesenen Beitrag, der noch um die Überschüsse reduziert wird. Der tatsächlich niedrige Zahlbeitrag, wird auch Nettobeitrag genannt.

 

  1. Rürup- oder Basisrente mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

Zu zahlen ist der Bruttobeitrag. Allerdings gibt es eine steuerliche Förderung und die Beiträge können (zum Teil) steuerlich abgesetzt werden. Der Beitrag nach Berücksichtigung der Steuerrückerstattung wird Nettobeitrag genannt.

 

  1. Berufsunfähigkeitsversicherung im Rahmen einer Direktversicherung (Entgeltumwandlung)

Der Beitrag wird direkt vom Bruttogehalt vom Arbeitgeber an die Versicherung abgeführt. Bis zu einer gewissen Grenze sind die Beiträge steuer- und sozialversicherungsfrei. Daher ist der Bruttobeitrag höher, als der tatsächliche (Netto) Gehaltsverzicht.

BU

BU ist die Abkürzung für Berufsunfähigkeitsversicherung oder Berufsunfähigkeitsrente.

 

Aber Achtung! Sachversicherung- und Firmenspezialisten könnten mit der Abkürzung BU auch die Betriebsunterbrechungsversicherung meinen!

BUZ

Die Abkürzung „BUZ“ bezeichnet die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung.

Dienstunfähigkeit

Da Beamte von ihrem Dienstherrn für dienstunfähig erklärt werden können, ohne berufsunfähig im Sinne der Versicherungsbedingungen zu sein, empfiehlt sich hier der Abschluss einer speziellen Dienstunfähigkeitsversicherung. Diese beinhaltet besondere Klauseln, die in einer normalen Berufsunfähigkeitsrente nicht enthalten sind.

Dynamik

Bei der Dynamik handelt es sich um eine Erhöhung.

Beachte hierzu die Unterschiede zwischen der Beitragsdynamik und der Leistungsdynamik.

Einmalzahlung

Je nach Tarif erhältst Du bei bestimmten Ereignissen eine Einmalzahlung in Höhe von mehrere Monatsrenten.

Dies könnte zum Beispiel eine Starhilfe bei erstmaliger Berufsunfähigkeit sein, oder eine Wiedereingliederungshilfe wenn Du zurück in Deinen Beruf kehrst.

Eintrittsalter

Beim Eintrittsalter in der Berufsunfähigkeitsversicherung handelt es sich um Dein Alter, in dem Dein Vertrag begonnen hat.

Dabei kann sich das (versicherungstechnische) Eintrittsalter von Deinem tatsächlichen Eintrittsalter unterscheiden, da lediglich dein Geburtsjahr sowie das aktuelle Jahr Beachtung finden, nicht jedoch Dein genaues Geburtsdatum oder das aktuelle Datum.

Die Versicherung rechnet also 2019 (aktuelle Jahr) – 1989 (Geburtsjahr) = 30 (Eintrittsalter)

Egal, ob Du in diesem Jahr bereits Geburtstag hattest, oder nicht.

Je jünger Du bei Vertragsabschluss bist, desto günstiger ist Dein Beitrag über die gesamte Laufzeit. Zusätzlich sicherst Du Dir Deinen Gesundheitsstatus und hast länger Schutz.

Endalter

 

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung legst Du schon bei Vertragsabschluss das Endalter fest, also Dein Alter in dem der Vertrag endet. Je früher der Schutz aufhört, desto günstiger ist Dein monatlicher Beitrag. Dies liegt daran, dass sich die Gefahr berufsunfähig zu werden mit steigendem Alter erhöht.

Übrigens: Wir beraten Dich gern, bei der Ermittlung des für Dich richtigen Endalters.

Erhöhungsoption

Da eine Berufsunfähigkeitsversicherung oft in jungen Jahren abgeschlossen wird, der Bedarf sich aber im Laufe des Lebens ändert, bieten die meisten Versicherer zu bestimmten Ereignissen Erhöhungsoptionen/Nachversicherungsgarantien an. Bei der Erhöhungsoption kann ein weiterer Vertrag ohne erneute Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden. Dabei gibt es bedingungsgemäße Begrenzungen in der hinzukommenden Höhe der Rente.

Außerdem kann der neue Schutz nicht länger vereinbart werden als der alte.

Die Anlässe, zu denen eine Erhöhung infrage kommen sind in den Bedingungen des jeweiligen Tarifs geregelt.

Häufig finden sich hier zum Beispiel:

  • Erwerb einer Immobilie
  • Abschluss Ausbildung / Studium
  • Wesentliche Gehaltssteigerung
  • Eheschließung
  • Geburt eines Kindes
  • Scheidung
  • Und viele weitere
Erstprüfung

Nachdem Du einen Antrag auf Leistung bei Deiner Versicherung eingereicht hast, beginnt die Erstprüfung. Bei dieser liegt es an Dir, Deine Berufsunfähigkeit zu beweisen. Du hast dafür zu sorgen, alle notwendigen Unterlagen zu beschaffen und einzureichen.

Tipp: Beim Abschluss über uns erhältst Du einen Gutschein für eine Fachanwaltskanzlei für Versicherungsrecht. Die Kanzlei ist auf BU-Leistungsfälle spezialisiert und hilft Dir im oben genannten Fall!

Bei der Erstprüfung hat der Versicherer einmalig die Möglichkeit, ein befristetes Anerkenntnis auszusprechen. Nach Ablauf der Frist musst Du hier erneut einen Leistungsantrag stellen und trägst erneut die Beweislast. In guten Bedingungen wird auf ein befristetes Anerkenntnis allerdings verzichtet!

Übrigens wird hier auch geprüft, ob Deine Angaben im Antrag wahrheitsgemäß gemacht worden sind.

Erwerbsminderungsrente

Bei der Erwerbsminderungsrente handelt es sich um die gesetzliche Absicherung, die in der gesetzlichen Rentenversicherung enthalten ist. Neben einer Mindestversicherungszeit von fünf Jahren, durch die insbesondere junge Arbeitnehmer und Berufseinsteiger noch keinen Schutz genießen, gibt es weitere Hürden:

Es wird allgemein geprüft, ob noch irgendeine Tätigkeit am Arbeitsmarkt ausgeführt werden kann. Auf eine andere Tätigkeit, als die zuletzt ausgeübte, kann verwiesen werden – anders als in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, in der regelmäßig lediglich der zuletzt ausgeübte Beruf zugrunde gelegt wird.

 

Zudem ist für den Erhalt der vollen Erwerbsminderungsrente eine tägliche Leistungsfähigkeit von unter 3 h Voraussetzung. Für die halbe Erwerbsminderungsrente sind es immerhin weniger als 6 h.

 

Von durchschnittlich 812 EUR voller Erwerbsminderungsrente monatlich müssen Kranken- und Pflegeversicherung, Lebensunterhalt und zudem ggf. noch Steuern bezahlt werden.

Erwerbsunfähig

Erwerbsunfähig zu sein bedeutet, weder mit der zuletzt ausgeübten als auch mit irgendeiner anderen Tätigkeit ein Einkommen erzielen zu können. Kann ein Außendienstarbeiter beispielsweise aufgrund einer Knieverletzung kein Auto mehr fahren, ist er vielleicht berufsunfähig. Da er jedoch in einem anderen Beruf tätig werden könnte, ist er vermutlich noch lange nicht erwerbsunfähig.

EU-Klausel

In einigen Berufsunfähigkeitsversicherungen ist eine EU-Klausel enthalten. Damit erkennt der Versicherer die Leistung der Berufsunfähigkeitsrente ohne weitere Prüfung an, falls durch die gesetzliche Rentenversicherung die Erwerbsunfähigkeit festgestellt und anerkannt wurde. In der Regel sind die Maßstäbe der gesetzlichen Rentenversicherung strenger und somit ist diese Klausel sinnvoll, da dem Erkrankten hier eine doppelte Prüfung erspart bleibt.

Finanzielle Situation

Ab einer gewissen Rentenhöhe wird nicht nur Deine gesundheitliche, sondern auch Deine finanzielle Situation zur Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung geprüft. Dabei soll verhindert werden, dass Du Dich überversicherst. Hierzu werden Gehaltsabrechnungen oder Gewinn- und Verlustrechnungen angefragt.

Geltungsbereich

Der Geltungsbereich in der Berufsunfähigkeitsversicherung legt fest, wo der Schutz überall gilt. Deutschland, Europa, weltweit…

Außerdem wird definiert, wie lange der Schutz im Ausland gilt.

Gesundheitsfragen

Ein sehr wichtiger, leider oft vernachlässigter Bereich bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind die Gesundheitsfragen. Hierbei sollte nicht nur absolut sauber alles angegeben werden, wonach gefragt wird, sondern vorab sollte auch die eigene Krankenakte recherchiert werden.

Oftmals werden „Kleinigkeiten“ als Banalitäten abgetan. Dies kann entweder von Seiten des Kunden sein, wenn sich dieser nicht vorstellen kann, dass etwas maßgeblich ist und angegeben werden muss. Leider sind es aber oft auch die Vermittler, die Sachverhalte verharmlosen, da sie den Abschluss des Vertrags nicht gefährden wollen.

Leider kommt es jedoch auch allzu oft vor, dass sich in der Krankenakte falsche Diagnosen befinden. Insbesondere der gesetzlich Krankenversichert bekommt in der Regel gar nicht mit, welche Diagnose ein Arzt gestellt hat.

Einen Grund, warum es immer wieder zu Fehldiagnosen kommt, hat der Vorstand der Techniker Krankenkasse hier sehr schön erklärt.

Ein anderer könnte sein, dass jemand einfach nur eine Krankschreibung vom Arzt haben wollte.

Dies kann unter Umständen fatale Konsequenzen haben. In den ersten zehn Jahren nach Vertragsabschluss darf die Versicherung prüfen, ob die Angaben bei Beantragung der Wahrheit entsprachen. Hierzu dürfen auch die Patientendaten bei den behandelnden Ärzten abgerufen werden. Sollte sich herausstellen, dass die Angaben im Antrag nicht gepasst haben, darf die Versicherung im schlimmsten Fall vom Vertrag zurücktreten, ist leistungsfrei und muss die bereits bezahlten Beiträge nicht zurückerstatten.

Da dies als absoluter Supargau bezeichnet werden kann,  sollte die Beantwortung der Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung wirklich mit allergrößter Sorgfalt erfolgen, auch wenn dies etwas mehr Zeit kosten wird, es möglicherweise Zuschläge oder Ausschlüsse geben wird oder eine Vertragsschließung ganz abgelehnt wird.

Zu unserer Aufgabe als Versicherungsmakler zählen wir es im Übrigen auch, bei verschiedenen Versicherern anonyme Voranfragen zu stellen. Dabei geben wir den einzelnen Versicherern auch immer nur die Angaben weiter, nach denen sie in ihrem Antrag konkret fragen.

Außerdem helfen wir Dir dabei, alle relevanten Unterlagen deiner Ärzte anzufordern.

Gesundheitsprüfung

Damit ein Versicherer weiß, auf welches Risiko er sich einlässt, musst Du bei Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung Gesundheitsfragen beantworten. Im Anschluss führt die Risikoabteilung eine Gesundheitsprüfung durch. Hierbei kann sie lediglich auf Deine Angaben vertrauen, es können aber beispielsweise auch ein Hausarztbericht angefordert werden, oder sogar ein aktuelles ärztliches Zeugnis. Dies hängt in der Regel von der Höhe der beantragen Berufsunfähigkeitsrente ab.

Hausarztbericht

Viele Versicherer verlangen ab einer gewissen Rentenhöhe oder bei bestimmten Berufen zusätzlich zu der Beantwortung der Gesundheitsfragen einen Hausarztbericht. Hierzu musst Du Dich nicht untersuchen lassen, es werden lediglich die dem Arzt bekannten Informationen abgefragt.

HIS - Hinweis- und Informationssystem

HIS bedeutet „Hinweis und Informationssystem der deutschen Versicherungswirtschaft“.

Wenn Du eine Berufsunfähigkeitsversicherung beantragst, melden einige Gesellschaften Deine Daten ans HIS.

Dies könnte aufgrund folgender Gründe geschehen:

  • Hohe Rente
  • Ausschlüsse aufgrund Vorerkrankung
  • Beitragszuschläge
  • Antrag wurde abgelehnt

Daher führen wir vor Abschluss immer zuerst eine anonyme Voranfrage bei den Versicherern durch, damit es zu keinen negativen Einträgen im HIS kommt.

Du kannst hier übrigens selbst einmal im Jahr kostenlos abfragen, welche Daten über Dich gespeichert wurden.

Gerade wenn Du in der Vergangenheit bereits einmal eine Berufsunfähigkeitsversicherung beantragt hast und nun wechseln oder erweitern möchtest, solltest Du Deine gespeicherten Daten abfragen.

Infektionsklausel

Die Infektionsklausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung gab es klassisch für medizinische Berufe, mittlerweile bieten sie viele Gesellschaften für alle Berufe an.

Im Infektionsschutzgesetz ist geregelt, dass die berufliche Tätigkeit hierdurch verboten werden kann, jedoch ist darin auch geregelt, dass ein entsprechender Ausgleich bezahlt werden muss. Die Klausel hört sich also gut an, ist in der Praxis aber eher zu vernachlässigen.

Karenzzeit

Wenn Du eine Karenzzeit in der Berufsunfähigkeitsversicherung vereinbart hast, beginnt die Leistung erst nach Ablauf dieser Zeit. Häufig werden hier Zeiträume zwischen sechs und zwölf Monaten vereinbart um etwas Prämie zu sparen. Allerdings solltest Du dann auch ausreichend finanzielle Rücklagen haben, um diesen Zeitraum überbrücken zu können.

Krankengeld

Beim Krankengeld handelt es sich um die Leistung bei Arbeitsunfähigkeit, die Du von Deiner gesetzlichen Krankenkasse nach sechs Wochen Krankheit erhältst.

Die Leistung, die Du aus einer privaten Krankenversicherung bekommst, nennt sich Krankentagegeld.

Kündigung

Du kannst Deine Berufsunfähigkeitsversicherung bei monatlicher Zahlweise für gewöhnlich zum Ende des nächsten Monats kündigen.

Der Versicherer hat kein außerordentliches Kündigungsrecht und kann somit nur in begründeten Fällen den Vertrag aufheben oder kündigen: Nichtzahlung, Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht, …

Leistungsantrag

Um beim Leistungsantrag keine Fehler zu machen, bekommst Du von uns zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung einen Gutschein für einen Fachanwalt für Versicherungsrecht, der auf BU-Leistungsfälle spezialisiert ist. Solltest Du Deine BU-Versicherung also wirklich Mal brauchen, bekommst Du professionelle Hilfe beim Ausfüllen des Leistungsantrags.

Leistungsdauer

Die Leistungsdauer ist davon abhängig, bis wann Deine Versicherung läuft. Das Endalter in der Berufsunfähigkeitsversicherung liegt häufig zwischen 60 und 67 Jahren.

Leistungsdynamik

Stell Dir vor, Du hast Deine Ausgaben gut berechnet und Dich ordentlich abgesichert. Nun tritt der Leistungsfall ein und Du erhältst Deine Rente, die Deine gesamte Ausgaben deckt. Sicherlich möchtest Du, dass Deine Rente auch mit Deinen steigenden Ausgaben (Inflation) wächst, so dass Du auch in vielen Jahren noch gut von der Rente leben kannst.

Hierfür ist die Leistungsdynamik und sollte unbedingt mit vereinbart werden!

Leistugnsquote

Die Leistungsquote sagt aus, wie viele beantragte Renten wegen Berufsunfähigkeit vom Versicherer bewilligt wurden.

Es sollte in Deinem Interesse liegen, dass es hier eine hohe Quote gibt. Allerdings wären 100 % auch nicht gut, denn dann würden die Beiträge ins Unermessliche steigen. Aufgabe des Versicherers ist es (auch im Interesse der Versichertengemeinschaft) zu prüfen, wer einen berechtigten Leistungsantrag gestellt hat und tatsächlich berufsunfähig ist.

Zu gering sollte die Quote natürlich auch nicht sein, da Du im Leistungsfall unkomplizierte Hilfe bekommen sollst, ohne dass Du das Gefühl hast um Dein Geld kämpfen zu müssen.

Gute Versicherer haben in der Regel eine Leistungsquote von mindestens 70 – 80 %.

Meldefrist

Die Meldefrist gibt an, innerhalb welcher Zeit Du dem Versicherer mitgeteilt haben musst, dass Du berufsunfähig bist.

In modernen, guten Bedingungen wird auf eine Meldefrist verzichtet und der Versicherer leistet sogar rückwirkend. Jedoch gibt es auch Versicherer oder Tarif, insbesondere ältere, bei denen es eine Frist von ein, zwei oder drei Monaten gibt.

Mitwirkungspflicht

Unter der Mitwirkungspflicht versteht man, dass Du aktiv helfen musst, Deine Berufsfähigkeit, bzw. besser gesagt Unfähigkeit zu beurteilen. Du musst Dich, nachdem Du den Leistungsantrag eingereicht hast also darum kümmern, dem Versicherer weitere Informationen und Dokumente bereitzustellen. Auch weitere Arztbesuche können erforderlich sein. Oder die genaue Beschreibung Deines Arbeitsalltags sowie Deiner genauen Tätigkeit.

Nachprüfung

Du hast einen Leistungsantrag gestellt und dieser wurde bei der Erstprüfung auch bewilligt. Nun hat der Versicherer regelmäßig die Möglichkeit den Fortbestand der Berufsunfähigkeit zu überprüfen. In der Theorie besteht diese Möglichkeit einmal im Jahr, in der Praxis kommt dies aufgrund der hohen Kosten für die Erstellung des Gutachtens eher selten infrage.

Anders als bei der Erstprüfung, bei der Du die Beweislast trägst, liegt diese in der Nachprüfung beim Versicherer.

Nachversicherungsgarantie

Da eine Berufsunfähigkeitsversicherung oft in jungen Jahren abgeschlossen wird, der Bedarf sich aber im Laufe des Lebens ändert, bieten die meisten Versicherer zu bestimmten Ereignissen Erhöhungsoptionen/Nachversicherungsgarantien an. Bei der Erhöhungsoption kann ein weiterer Vertrag ohne erneute Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden. Dabei gibt es bedingungsgemäße Begrenzungen in der hinzukommenden Höhe der Rente.

Außerdem kann der neue Schutz nicht länger vereinbart werden als der alte.

Die Anlässe, zu denen eine Erhöhung infrage kommen sind in den Bedingungen des jeweiligen Tarifs geregelt.

Häufig finden sich hier zum Beispiel:

  • Erwerb einer Immobilie
  • Abschluss Ausbildung / Studium
  • Wesentliche Gehaltssteigerung
  • Eheschließung
  • Geburt eines Kindes
  • Scheidung
  • Und viele weitere
Nettobeitrag

Mit dem Begriff „Nettobeitrag“ können in der Berufsunfähigkeitsversicherung drei Dinge gemeint sein:

  1. Überschussverwendung (Sofort-)Beitragsverrechnung

Beim Nettobeitrag handelt es sich um den niedrigeren, ausgewiesenen Beitrag, der bereits um die Überschüsse reduziert wurde. Der höhere Beitrag wird Bruttobeitrag. In der Theorie kann der Nettobeitrag aufgrund fallender Überschüsse bis zu diesem Beitrag steigen. Dies kommt allerdings nur sehr selten vor.

  1. Rürup- oder Basisrente mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

Zu zahlen ist der Bruttobeitrag. Allerdings gibt es eine steuerliche Förderung und die Beiträge können (zum Teil) steuerlich abgesetzt werden. Der Beitrag nach Berücksichtigung der Steuerrückerstattung wird Nettobeitrag genannt.

  1. Berufsunfähigkeitsversicherung im Rahmen einer Direktversicherung (Entgeltumwandlung)

Der Beitrag wird direkt vom Bruttogehalt vom Arbeitgeber an die Versicherung abgeführt. Bis zu einer gewissen Grenze sind die Beiträge steuer- und sozialversicherungsfrei. Der Nettobeitrag ist der Betrag, der Dir am Ende tatsächlich von Deinem Nettogehalt fehlt.

Obliegenheiten

Mit Obliegenheiten sind deine Pflichten gemeint. Dies können zum Beispiel sein:

  • Wahrheitsgemäße Angaben
  • Einreichung von Unterlagen
  • Mitwirkungspflichten
  • Beitragszahlung

Obliegenheitsverletzungen können zur Leistungsfreiheit führen.

Police

Bei der Police, Versicherungspolice oder dem Versicherungsschein handelt es sich um die Vertragsunterlagen, die Du nach Abschluss von der Versicherung erhältst. Sie bestätigen Deinen Versicherungsschutz und weisen sowohl Beitrag als auch die Leistungen aus.

Probeantrag

Beim Probeantrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung wird ein vollständig ausgefüllter Antrag inkl. all Deiner Daten „zur Probe“ bei einem Versicherer eingereicht. Dies wird zur Risikoprüfung gemacht, um Deine Versicherbarkeit zu prüfen. Da es sich hierbei um keine offizielle Beantragung handelt, kann auch keine „Ablehnung“ erfolgen. Abgelehnte Anträge musst Du bei anderen Versicherern bei der Beantragung nämlich immer angeben.

Besser ist allerdings eine anonyme Voranfrage. Auch hierbei halten wir uns exakt an die Gesundheitsfragen des jeweiligen Versicherers um die alles rechtmäßig, aber auch nicht mehr als notwendig anzugeben.

Prognosezeitraum

Der Prognosezeitraum in der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt an, wie lange Du voraussichtlich krankheitsbedingt außerstande sein musst, arbeiten zu können. Bei älteren Bedingungswerken gibt es Fristen von bis zu drei Jahren. In der Regel wird der Arzt jedoch keine solch lange Zeit prognostizieren. Heute haben sich in guten Bedingungswerken sechs Monate als Prognosezeitraum durchgesetzt.

Prozessquote

Die Prozessquote eines Berufsunfähigkeitsversicherer zeigt Dir, wie oft er sich zu Unrecht gerichtlich gegen Leistungsanträge von Versicherten zur Wehr setzt. Natürlich kommt es immer Mal wieder zu Klagen. Schließlich würden die Beiträge in die Höhe schießen, wenn jeder Leistungsantrag genehmigt werden würde. Da die Prozessquote aber zeigt, wie oft ein Versicherer verliert, kann man im Vorfeld Versicherer aussortieren, die nach „kategorische Leistungsverweigerer“ aussehen.

Das BU-Glossar wird nach und nach erweitert!

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